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Seit einigen
Jahren besteht zwischen dem Orchester des Musikgymnasiums und
dem Konzerthausorchester Berlin eine intensive
Orchesterpatenschaft im Rahmen des Förder- Programmes »Tutti
Pro« der Jeunesses Musicales. Sinn dieser Patenschaft ist die
Zusammenarbeit zwischen einem Berufsorchester und einem
Jugendorchester.
Höhepunkt der diesjährigen Zusammenarbeit ist das heutige
Konzert.
Die Einstudierung des Orchesters des Musikgymnasiums übernahm
Tilo Schmalenberg.
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Erfahren und
verstehen
Zwei Jahre nach
Beginn unserer Patenschaft ist es nun soweit: Die Schülerinnen
und Schüler des Musikgymnasiums »Carl Philipp Emanuel Bach«
treten gemeinsam mit dem Konzerthausorchester auf.
Darauf freue ich mich sehr - und bin enorm gespannt, welche
Fortschritte die jungen Musiker gemacht haben. Auf ihrem Weg,
der sie zur Reife bringen soll, haben wir ihnen - so hoffe ich -
bereits einige Erfahrungen aus dem professionellen Musikerleben
mitgeben können. _ Erfahrungen sind essenziell, denn sie stehen
auf keinem Notenblatt und zumeist auch in keinem Lehrbuch.
»Erfahrung ist eine verstandene Wahrnehmung«, sagte Immanuel
Kant. Darum geht es: aufmerksam sein, die Sinne schärfen,
Feinheiten erspüren und Unterschiede erkennen. Das Schöne für
uns als die »Älteren« ist, dass das Verstehen und Weiterkommen
der Lernenden unmittelbar erlebbar ist, in unserer gemeinsamen
Arbeit an einem Werk. Der Prozess des Probens steckt mitunter
voller Überraschungen. Fragen dürfen und müssen gestellt werden.
Die Antworten fügen sich mit der Zeit zu einem Gebäude zusammen,
das einen Konsens des gemeinsamen Musizierens erlaubt. »Tutti
pro«, so der Name der Pateninitiative, fordert vollen Einsatz
des ganzen Orchesters. Was ich bisher von den Schülerinnen und
Schüler des Bachgymnasiums hören konnte, war Einsatz pur: Die
Arbeit hat sich wirklich gelohnt! Freuen wir uns also auf zwei
große Werke, deren Interpretation die nächste Etappe der
Patenschaft markiert.
Lothar Zagrosek,
Chefdirigent
»Tutti pro«
Konzerthausorchester Berlin
Orchester des
Musikgymnasiums »Carl Philipp Emanuel Bach« Berlin
- Besetzung -
Tilo
Schmalenberg Einstudierung
Lothar Zagrosek
Wassily Gerassimez
Violoncello
- Porträt -
Dmitri
Schostakowitsch (1906 -1975)
Konzert für
Violoncello und Orchester Nr. 1 Es-Dur op. 107
Allegretto; Moderato; Cadenza; Allegro con moto
Pjotr
Tschaikowsky (1840 - 1893)
Sinfonie Nr. 1
g-Moll op. 13 (»Winterträume«) ..
»Träume von einer Winterreise«. Allegro tranquillo
»Land der Öde, Land der Nebel«. Adagio cantabile ma non tanto
Scherzo. Allegro scherzando giocoso
Finale. Andante lugubre - Allegro moderato - Allegro maestoso -
Allegro vivo)
Besetzung Musikgymnasium:
- zurück -
Erste Violinen Jakob Lehmann, Camilla Busemann, Maria
Mitrovski, Fabian Lindner, Elisabeth Marasch, Berk Altan,
Alexander Psavke, Caroline Lüer, Friederike Schindler Zweite
Violinen Aylin Amtmann, Angela L. de Andres, Angelika Wirth,
Marijn Seiffert, Sophia Gieysztor, Elias Wohlgemuth, Rachid
Mesbahi-Karami, Elisabeth Schneider Bratschen Laura
Holke, Eun Jung Song, Ida Scharmer
Violoncelli Jakob Stepp, Philipp Braunert, Jasmin Mai,
Raphael Fischer-Dieskau, Vasily Bystrov, Ronja Messerschmidt
Kontrabass Franziska Rau
Flöten Max Wabner, Luca Steinhöfel
Oboe Leonie Saße
Klarinetten Moritz Mansfeld, Magdalena Faust
Hörner Maximilian Große, Christina Hambach
Trompeten Florian Thierbach, Leonard Koschinski, Henrike
Genieser
Posaune Myron Eberle
Pauken, Schlagzeug Alexander Forst
Celesta
Joong Hyeok Choi
Porträt des Solisten Wassily Gerassimez:
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Wassily
Gerassimez Der Sohn einer Musikerfamilie wurde 1991 in Essen
geboren und erhielt im Alter von 5 Jahren Violoncello-Unterricht
bei Mechthild van der Linde in Dortmund und später bei Gotthard
Popp an der Musikhochschule Düsseldorf als Jungstudent. 2006
wechselte er an die Musikhochschule Frankfurt zu Michael
Sanderling. Seit 2008 wird Wassily Gerassimez von Peter Bruns in
Berlin unterrichtet. Der junge Musiker gewann bereits zahlreiche
nationale und internationale Preise.
2005 spielte er
als Solist bei den Schwetzinger Festspielen mit der
Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und trat ebenfalls mit der
Neubrandenburger Philharmonie auf. Er konzertierte auch in
Monaco und Österreich und trat bei dem Musikfestival »The Next
Generation III« auf und 2007 beim Schleswig Holstein
Musik-Festival. Im August 2009 er Gast bei den Musikfestspielen
Mecklenburg-Vorpommern.
Wassily
Gerassimez ist seit 2008 Stipendiat der Werner Richard-Dr. Carl
Dörken-Stiftung und seit 2009 Stipendiat der Deutschen Stiftung
Musikleben und spielt auf einem Cello von George Chanot aus dem
Jahre 1840, welches ihm die Deutsche Stiftung Musikleben aus dem
Deutschen Musikinstrumentenfönds nach einem erfolgreichen
Wettbewerb leihweise zur Verfügung gestellt hat. |