|
Hauptüberschrift des
Themas, das uns (die Schüler der 10. Klasse) das letzte
Halbjahr über in Kunst beschäftigte, war eine Projektarbeit:
„Die gedeckte Tafel“. Hierbei arbeiteten alle Schüler mit Frau
Spitzmüller, einer Berliner Künstlerin, und Frau Hofmann
zusammen daran, wie man Tischsitten und Essen in der Kunst
verarbeiten und darstellen kann und wie sich ihre Darstellung in
den Jahren veränderte. Das ganze Projekt verlief außerdem in
Zusammenarbeit mit den Anwohnern des Berliner Seniorenstiftes „Katharinenhof“,
in dem auch die Ausstellung, die nun hier in der Mensa zu sehen
ist, als erstes gezeigt wurde. Wir besuchten das Seniorenheim
und sprachen mit den Senioren darüber, wie die Tischsitten in
ihrer Kindheit waren, sich bis heute verändert haben und welche
Erinnerungen die einzelnen Senioren mit verschiedenen Essen
verbinden.

Zum Thema „Die gedeckte
Tafel“ hatten wir viele verschiedene Aufgaben zu bearbeiten. In
der ersten Stunde bekam jeder eine „Einweg-Kamera“ in die Hand
gedrückt mit der Aufgabe, zwei Wochen lang Essen zu
fotografieren. Wie diese Arbeitsanweisung umgesetzt wurde, blieb
jedem Schüler einzeln überlassen. Einige fotografierten jeden
Tag ihr Abendessen, andere Snacks oder ihre Lieblingsessen. Die
verschiedenen Umsetzungen dieser Aufgabe sind hier auf den
Plakaten zu sehen.
Weitere Aufgaben waren
das Malen des Lieblings- und des „Hass-Essens“. Diese Bilder
wurden anschließend auf Pappteller geklebt und eine „Tafel“
wurde damit „gedeckt“. (Was hierbei entstanden ist, ist an der
Decke zu sehen).
Außerdem stellte jeder
Schüler möglichst originalgetreu ein Lebensmittel seiner Wahl
aus Pappmaschee her.

Während des Unterrichts
setzten wir uns außerdem intensiv mit der Entwicklung der
Tischsitten und der Darstellung des Essens in der Kunst
auseinander. Hierzu lasen wir Texte und diskutierten darüber.
Das Gespräch mit den Senioren hat zu diesem Thema sicher auch
viel beigetragen.
Magdalena Faust
|